“My name is Captain Jack Sparrow,
-ah, I take it some of you have heard of me.”




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Samstag, 29. August 2009

Living Your Dream



Aloha Mateys, heute hätte der King of Pop Geburtstag feiern können, wäre er nicht vor 2 Monaten getötet worden, wie die Gerichtsmediziner gestern offiziell bestätigten. So gedenken die Fans heute weltweit Michael Jackson, der seinen 51. Geburtstag nicht mehr erleben darf. Die Pop-Welt und ich erinnert sich an einen großen Künstler.

Star-Produzent Al Walser macht das mit einem besonderen Geschenk an Jacko. Er widmet seinem Freund Michael Jackson den Tribute-Song „Living Your Dream“.




Walser erinnert sich: „Michael hat den Song in einer früheren Version gehört und mochte ihn.“ Heute erscheint nun der Track. Zeitweise war geplant, dass Jackson an seinem Geburtstag beigesetzt werden sollte – dazu kam es nun nicht, da sich die Untersuchungen zu seinem Tod hinzogen. Seit gestern ist nun klar, dass die Beerdigung für den 3. September stattfinden wird. So ruhe dann endlich in Frieden, Michael!



Ab Ende Oktober können die Fans ihren Star bei seinen letzten Proben zuschauen: Dann läuft die Dokumentation „This Is It“ für kurze Zeit in den Kinos. Michael Jackson ist tot. Aber als King Of Pop wird er für immer und ewig unsterblich bleiben!

Erinnert sich an Deck
der J A C K

.

Dienstag, 25. August 2009

Doggone Crazy ::: Missy Gullett

Aloha Mateys, ich gebe zu, ich bin nach den Vorfällen in London und Dover nun auf den Hund gekommen. Bei einem weiteren Freigang ist mir Missy Gullett über den Weg gelaufen ( Pudelnackig ) ... und so gab ich ihr meine abgetragenen Klamotten, die nach einem welligen Spülgang etwas eingelaufen waren ... so waz up?

Ich finde, ihr steht der Fummel richtig gut, und ich bin im Begriff, mich in die Pudel-Dame zu ♥ verlieben ♥ *hüstel

Schnackselt an Deck
der J A C K


P.S.
Dies ist keine Konkurrenz
zu meinem Bootsmann! ☺


::: Missy Gullett :::


Found by Twitter ::: Top Dog
Pirates of the Caribbean character Captain Jack Sparrow
was the inspiration for poodle owner Missy Gullett


Montag, 24. August 2009

Skulls, Bandana & Tooth finery Cup

Aloha Mateys, 
ich gebe es zu, ein Teil meiner Mannschaft 
hat mich bei einem Kurztripp nach England erwischt, 
und es war mir doch unheimlich peinlich, 
dass man mich mit fremden Frauen im Arm erkannte... *soifz.

Als Wiedergutmachung versprach ich 

über die Reise zu berichten, 
was ich hiermit (un)gerne tun möchte! * johoo ;-)


Es begann an einem schönen Morgen
als ich mit der Black Pearl
von Calais aus im Hafen
von Dover anlegte ...


Die Sterne und später dann der Leuchtturm
hatten mir durch die Nacht geholfen ...


Und so langsam freute ich mich
endlich mal wieder Land unter
meinen Füßen zu verspüren ...


Die Szenerie war gigantisch
und ich freute mich auf die Mädchen,
die sich in diesem Hafen finden.. *g


Und so hielt ich Ausschau
und vorfreute mich auf meinen ersten Landgang ...


Es schien ein schöner Tag zu werden
die Seeluft war angereichert
mit einer warmen Brise...


... und so ankerte ich frohen Mutes
und machte mich langsam auf den Weg
das englische Land zu erkunden ...


An den Stränden England hinterließ ich
meine ersten Spuren ...
und seien es auch nur
Fußabdrücke am Strand. *lol


Der Weg zog sich
von Dover bis nach London.

Doch Greenwich kam mir irgendwie bekannt vor ...
so verkehrt konnte ich gar nicht sein!

( Tagsüber kann ich mich so schlecht an den Sternen orientieren
und mein Kompass ist bekanntlich kaputt! ]


Doch wenn auch im falschen Greenwich angekommen
fasste ich meine Beute in`s Visier..
und schlug erbarmungslos zu
... wie es sich für einen Piraten gehört!


Okay.. ich muß dazu sagen
dass ich während der Überfahrt ziemlich viel Rum getrunken
und keine Mütze voll Schlaf bekommen hatte.. * hicks


Und so stellte sich mein Zugriff
schnell als ein Fehlgriff heraus.. * peinlich


Liebe Freunde,
...
dieser Fauxpas wäre nie an`s Licht gekommen,
hätte mich meine Mannschaft nicht
bei meinem kleinen Ausflug erwischt ... * murmel



Ich versprach Besserung
steuerte gleich in den nächste besten Nauticladen
nachdem ich mich von meiner Perle
verabschiedet hatte! * Wange reib


... und erwarb einen Zahnbecher
für meine verbliebenen Zähne! * hust



Habt Dank das ich mich noch mal
an meine Reise nach England
sch(m)erzhaft
erinnern durfte!

Frotzelt an Deck
der J A C K

[ Specially Thx 4 Photos @ Turbo-Twins ]

P.S. Danke für das SOUVENIER


.

Samstag, 22. August 2009

Mermaids : Berg-Bräute fahren zur See

Aloha Mateys, heute möchte ich euch eine 6-köpfige Frauenband aus den Bergtälern Vorarlbergs vorstellen, die Seemannslieder spielen - mit grossem Herz und voller Leidenschaft. Auf der Suche nach verwandten Sünderinnen hat sie der Wind in einer düsteren Kneipe zusammengetragen.

Wie stillt ein halbes Dutzend Frauen

ihre Sehnsucht nach Meer, Matjes und Matrosen?

Sie tauchen ab in die stürmische See, versinken im Ozean der Liebe.





Hier ein paar Eindrücke
ihrer Kunst und Musik!

http://www.mermaids.at/






[ © Fotos von Mermaids.at ]

Doch noch mehr mehr Mermaids spenden Trost:

"Komm in mein Boot, die Sehnsucht wird der Steuermann

... der beste Seemann war doch ich".

Seit Urzeiten ziehen Sirenen tapfere Seemänner in ihren Bann. Mit dieser Neufassung des Rammstein-Songs "Seemann" spenden die Mermaids diesen armen Männern Trost. Erschienen 2005 auf der Mermaids-CD "Der beste Seemann war doch ich".



::: SEEMANN :::

Komm in mein Boot
Ein Sturm kommt auf
Und es wird Nacht
Wo willst Du hin
So ganz allein
Treibst Du davon
Wer hält Deine Hand
Wenn es Dich
Nach unten zieht
Wo willst Du hin
So uferlos
Die kalte See
Komm in mein Boot
Der Herbstwind hält
Die Segel straff

Jetzt stehst Du da an der Laterne
Mit Tränen im Gesicht
Das Tageslicht fällt auf die Seite
Der Herbstwind fegt die Straße leer
Jetzt stehst Du da an der Laterne
Hast Tränen im Gesicht
Das Abendlicht verjagt die Schatten
Die Zeit steht still und es wird Herbst
Komm in mein Boot
Die Sehnsucht wird
Der Steuermann
Komm in mein Boot
Der beste Seemann
War doch ich

Jetzt stehst Du an der Laterne
Hast Tränen im Gesicht
Das Feuer nimmst Du von der Kerze
Die Zeit steht still
Und es wird Herbst
Sie sprachen nur von Deiner Mutter
So gnadenlos ist nur die Nacht
Am Ende bleib ich doch alleine
Die Zeit steht still
Und mir ist kalt




Schaukelt an Deck
der J A C K

.

Donnerstag, 20. August 2009

Hit the Jump ::: Making of the Ship

Aloha Mateys, steht die nächste Grillparty bei diesem Bomben-Wetter an? Möchte einer von Euch ein eigenes 17.000-Kalorie-Piratenschiff bauen? Kein Problem, besorgt euch diese Zutaten auf Tortuga und los geht es ...

20 Würste
48 Speckscheiben
1 1/2 kg Wurst
1 kg von Schweinemett
10 Frankfurter Würstchen
1 kg Fleischpastete
1 Zwiebel
1 Pilz
2 Pakete der Chipolata Würste
Salbei

Alles in einer großen Auflaufform zusammenkloppen. Reling, Mast und Segel nicht vergessen, lasst eurer Kreativität und Phantasie freien Lauf! * Ji-haaaaa ...




Mein Gott, das schaut köstlich ausschaut. :-)

Ich habe immer gewußt, dass ich irgendwann Pirat werde ...
aber ich hatte keine Idee, wie schlecht es mir danach geht,
wenn ich zu einem Fleischpirat mutiere.

Yaaar, rettet die Wurst!!

Ha ha, nein im Ernst,
viel Spaß bei der Bauleitung ...
ähhh Herstellung eures Schiffes!
:o)

Kocht an Deck
der J A C K

Dienstag, 18. August 2009

Just 4 Fun ::: Never trust ...

Aloha Mateys, Tropische Regengüsse, verzaubert mit heißen Sonnenstrahlen begleiteten mich heute während des heißesten Tag dieses Jahres ... und ich freue mich über jede Abwechslung. In diesem Sinne, never trust a Pirate!

P.S. Manchmal hat man nicht viel zu erzählen, wie gut das man dann Bilder für sich sprechen lassen kann.*Würfelbecher schüttel ...

Spielt an Deck
der J A C K



Aber einen Gimmick habe ich noch!
Enjoyyyyyyyyy...


Montag, 17. August 2009

Summer-Break ::: Public Enemies

Aloha Mateys, es wird Zeit, das Ende meiner Sommerpause einzuläuten. Schön war es im Süden, gänzlich ohne prekäre Vorfälle, um von den paar Sturmwarnungen mal abzusehen, sehr entspannend und genußvoll... Habe mich gut mit meiner Crew und Bootsmann erholt und danke dem lieben Gott da oben, für ein paar unbeschwerte Wochen.

Nun bin ich wieder wohl gelaunt und braungebrannt zurück auf Tortuga und will euch von den neusten Neuigkeiten erzählen, die euch glatt die Hosen auszieht! *ggg

Johnny Depp hat wie angekündigt einen neuen Film herausgebracht, den ich euch [ in freundlicher Zusammenarbeit mit Filmstarts.de ] an`s Herz legen möchte, vielleicht füllt ein Gang in das Kino ja euer Sommerloch und macht Spaß auf mehr... denn schon im Frühling können wir uns auf den vierten Teil vom Fluch der Karibik freuen.. in diesem Sinn yo-hoo! *Popcorn werf

Ruft von Deck
der J A C K


Public Enemies
Originaltitel: Public Enemies
USA 2009













Laufzeit: 140 Minuten
Kinostart: 06.08.2009
FSK: Ab 12
Verleih: Universal Pictures

Kritik

Als Vielfilmer ist Meisterregisseur Michael Mann nicht vornehmlich bekannt. Seit seinem Debüt Thief von 1981 hat der Chicagoer gerade einmal zehn Filme in die Kinos gebracht. Und weil Mann sich neben hervorragenden Thrillern wie Collateral oder Blutmond vor allem mit den beiden Über-Meisterwerken Heat und Insider als einer der besten Filmemacher Hollywoods etabliert hat, ist ein neues Werk des US-Amerikaners immer ein Ereignis. Der coole Style-Over-Substance-Actioner Miami Vice blieb zuletzt zwar hinter den Erwartungen zurückblieb, aber das hat den Druck, der auf Manns stargespicktem „Public Enemies“ lastet, nicht wirklich gemindert. Diese Erwartungshaltung wird der Story um die von Johnny Depp verkörperte Bankräuberlegende John Dillinger nun zum Verhängnis. Denn neben grandiosen Ansätzen bietet das opulente Crime-Drama auch reichlich Angriffspunkte. Aber ein „nur“ guter Film ist im Universum des Michael Mann eben bereits eine Enttäuschung.

Die Vereinigten Staaten darben Anfang der Dreißigerjahre an der Großen Depression. In diesem Klima der allgemeinen Beklemmung und Not gelangt der charismatische Profi-Bankräuber John Dillinger (Johnny Depp) zu medialem Ruhm. Er beraubt die Banken, die die Bevölkerung vermeintlich in die Armut getrieben haben, was ihm eine gewisse Bewunderung seitens der einfachen Bürger einbringt. Seine Gang um die schweren Jungs John „Red“ Hamilton (Jason Clarke) und Homer Van Meter (Stephen Dorff) lässt sich von nichts und niemanden stoppen, nicht einmal das Gefängnis hält die Verbrecher auf. Immer an Dillingers Seite: seine Geliebte Billie Frechette (Marion Cotillard), die dem draufgängerischen, aber deshalb nicht unklugen Charmeur verfällt. Die Regierung macht die Jagd auf Dillinger fortan zur Chefsache und setzt das Bureau Of Investigation, jene Sondereinheit, aus der später das FBI hervorgehen sollte, auf die Bankräuber an. Der Leiter J. Edgar Hoover (Billy Crudup) erklärt Dillinger zum Staatsfeind Nummer eins und hetzt dem Gangster seinen Chefjäger Melvin Purvis (Christian Bale) auf den Hals. Auch wenn Dillinger sich von der erhöhten Aufmerksamkeit seitens der Gesetzeshüter nicht einschüchtern lässt, erzielt Purvis bei der Unterwanderung der kriminellen Organisation erste Erfolge…

Bildergalerie

Der epische Stoff um den amerikanischen Gangster-Helden John Dillinger scheint wie gemalt für einen Regisseur von Michael Manns Kaliber. Die Beteiligung der Superstars Johnny Depp (Fluch der Karibik-Trilogie, Sweeney Todd, Das geheime Fenster) und Christian Bale (The Dark Knight, Prestige, Terminator - Die Erlösung) sorgt zudem für einen garantierten Erfolg an den Kinokassen – zumal das Budget mit 80 Millionen Dollar nicht ausgeufert ist wie zuvor beim 135 Millionen Dollar teuren Miami Vice, bei dem Mann seine finanzielle Zugkraft klar überschätzt hat. Manns Werk beruht lose auf Bryan Burroughs Buch „Public Enemies: America’s Greatest Crime Wave And The Birth Of The FBI, 1933-34“ und schildert die letzten 13 Monate in Dillingers Lebens, bevor dieser im Juli 1934 von dem Texas Ranger Charles Winstead (Stephen Lang) niedergestreckt wurde.

Hier geht's zum Filmstarts-Special: The Real Public Enemies.

Mann leistet sich bei „Public Enemies“ einen Kardinalfehler, der dem filmischen Zeitgeist geschuldet ist. Seine moderne, superflexible HD-Digicam, die er schon bei Collateral einsetzte und damit phantastische Ergebnisse erzielte, kommt erneut zum Einsatz. Während das bei den Nachtszenen erneut hervorragend funktioniert, weil die Aufnahmen trotz der Dunkelheit brillant ausgeleuchtet sind, verkehrt sich dieser Effekt in den Tagsequenzen ins Gegenteil. Die Überbelichtung raubt den Bildern ihre epische Kraft und die extreme Grobkörnigkeit versagt als bewusstes Stilmittel ihren Dienst. Ärgerlicherweise wirken manche der wackeligen Handkamera-Takes wie Teile eines Making-Offs, die dem monumentalen Format Manns entgegenstehen. Weil der Filmemacher dieses Konzept auf Gedeih und Verderb konsequent durchzieht, ist „Public Enemies“ zwar stilistisch wie aus einem Guss, aber die Story-Elemente passen diesmal nicht immer so zusammen, wie seine Anhängerschar es gewohnt ist. War das bahnbrechende Crime-Epos Heat noch von der ersten bis zur letzten Einstellung perfekt bis in jeden Blickwinkel und jede Dialogzeile, glänzt „Public Enemies“ durch eine Vielzahl von teils grandios inszenierten Einzelszenen, ohne dass das große Ganze wirklich rund wäre.

Auch in Sachen Charakterentwicklung weist „Public Enemies“ Schwächen auf. Johnny Depp, der seine übliche, wohl bereits patentierte Show abzieht und dabei lediglich den Freak-Faktor zurückschraubt, spielt gewohnt ausgezeichnet auf. Trotzdem lässt sein Charakter den Betrachter kalt. Warum er sich zu seiner großen Liebe Billie hingezogen fühlt, bleibt noch mehr im Unklaren als die nicht immer nachvollziehbare Hingabe seiner Geliebten zu dem Gangsterboss. Im Kern läuft die gesamte Charakterisierung auf einen Satz hinaus, der auch im Film fällt: „I rob banks.“ Damit hat es sich! Alles andere scheint mehr oder weniger nebensächlich. Zwar schert sich Dillinger sehr wohl um sein öffentliches Image, das zwischen Gentlemanräuber, modernem Robin Hood und eiskaltem Mörder pendelt, aber im Grunde will er einfach nur gegen alle Widerstände sein Ding durchziehen - obwohl er weiß, dass er damit nicht ewig durchkommen wird. Die Konsequenz, mit der er seinem Schicksal begegnet, hat schon etwas Fatalistisches - aber auch diese Nuance wird nie konsequent zu Ende gedacht.

Auf der Gegenseite hapert es noch mehr: Gerade der als großer Gegenspieler aufgebaute Verbrecherjäger Melvin Purvis schwächelt. Auch hier finden sich die Ursachen im Drehbuch von Mann, Ronan Bennett (Lucky Break) und Ann Biderman (Zwielicht), aber ein Teil der Schuld bleibt auch an Christian Bale (Prestige, Batman Begins, The Dark Knight) hängen, der eine ähnlich blasse Vorstellung abliefert wie zuletzt in Terminator - Die Erlösung. Der Top-Schauspieler lässt sich von Depp gnadenlos an die Wand spielen. So stehen die Duellanten nie auf einer Stufe, was sich kontraproduktiv auf die Spannung auswirkt. Und das, obwohl sich Mann mit dem Al-Pacino-Robert-De-Niro-Diner-Duell in Heat doch bereits als brillanter Chronist der Beziehungen zwischen Cop und Verbrecher hervorgetan hat.

Von den vielen Nebendarstellern spielt sich nur Stephen Lang (D-Tox) mit einer gehörigen Portion rauem Charisma in den Vordergrund. Als Haudegen der alten Schule könnte sein Charakter auch direkt aus No Country For Old Men von den Coen-Brüdern entsprungen sein. Die Leistung der Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard (für La Vie En Rose) geht in Ordnung, als Idealbesetzung erweist sie sich aber nicht, weil die Französin die hemmungslose Hingabe an Dillinger nicht schlüssig genug zu begründen versteht. Ein weiteres Dutzend bekannter Gesichter wie Billy Crudup (Almost Famous), Giovanni Ribisi (Lost In Translation), Stephen Dorff (Blade), Emilie de Ravin (The Hills Have Eyes), David Wenham (Herr der Ringe - Die zwei Türme), Leelee Sobieski (The Wicker Man), Channing Tatum (Fighting), Lily Taylor (Kopfgeld), Shawn Hatosy (Alpha Dog), Stephen Graham (Gangs Of New York), Matt Craven (Anatomie einer Entführung) oder James Russo (Donnie Brasco) sind nur dazu bestimmt, mitunter winzige Puzzlestücke zum Story-Geflecht beizusteuern, was ein wenig an den verschwenderischen Starverschleiß in Der Baader Meinhof Komplex erinnert.

Wie nicht anders zu erwarten, ist „Public Enemies“ absolut perfekt ausgestattet. Selbst wenn Mann die Große Depression nur als geschichtlichen Hintergrund nutzt und die Auswirkungen auf die Bevölkerung in der Handlung nur wenig ausführt, lässt er visuell eine komplette Ära wiederauferstehen. Wenn sich Gauner und Cops wüste Schießereien liefern, wirkt das wie eine Bleispritzen-Version des legendären Straßen-Shoot-Outs in Heat. Szenen dieser Güteklasse, zu denen auch eine nächtliche Verfolgungsjagd zählt, hat „Public Enemies“ viele. Mann versteht es eben, Geschichten zu Mythen anwachsen zu lassen. Allerdings war sich der Regisseur diesmal offenbar nicht ganz klar darüber, ob er die Ikone Dillinger mit kühler Hand auch wieder entzaubern will oder nicht. In einer traumhaft gut inszenierten Schlüsselszene schleicht sich ein megacooler Dillinger in die nahezu verwaiste Zentrale seiner Widersacher, um die Agenten zu narren. Im krassen Gegensatz dazu steht dann das unspektakulär spektakuläre Finale, das für sich genommen ebenso großartig inszeniert ist. Doch zwischen diesen Elementen, die zwischen Heroisierung und Entmystifizierung pendeln, klafft eine unüberwindbare Lücke.

Fazit: „Public Enemies“ ist opulentes, aber kaltes Ausstattungskinos, das von der Brillanz seines Regisseurs zehrt. Die Schwächen sind offensichtlich, so dass Michael Mann den gottgegebenen Erwartungen auf ein weiteres Meisterwerk diesmal nicht nachkommen kann. Aber weil selbst nicht ganz so gelungene Filme wie Ali oder eben „Public Enemies“ immer noch eine hohe Qualität haben, geht die Welt davon nicht unter. Dennoch ist es irgendwie schade, dass Mann sein monströses Potenzial nicht voll ausschöpfen konnte...

Carsten Baumgardt